Landtagswahl Sachsen-Anhalt: Ungewisse Mehrheiten? Wie das BSW damit umgehen will BSW-Co-Spitzenkandidatin Wittig sieht ihre Partei bei einem möglichen Scheitern in Sachsen-Anhalt nicht am Ende. Kommt das BSW ins Parlament, will sie für einen überparteilichen Regierungschef werben. In Sachsen-Anhalt steht das Bündnis Sahra Wagenknecht an der Klippe: Die Erfolge in Sachsen, Thüringen und Brandenburg sind zwei Jahre her, in Umfragen lag das BSW zuletzt bei vier bis fünf Prozent. Noch vier Wochen bis zur Landtagswahl. Schafft die junge Partei den Einzug ins Parlament in Magdeburg, könnte sie angesichts drohender schwieriger Mehrheitsverhältnisse dort einiges durcheinanderwirbeln. Doch was, wen
n sie scheitert? Die BSW-Co-Spitzenkandidatin Claudia Wittig hält ihre Partei nicht für abgeschrieben, sollte das BSW den Einzug in den Landtag von Sachsen-Anhalt im September nicht schaffen. Das Projekt BSW sei dann nicht tot, sagt sie der Deutschen Presse-Agentur in Magdeburg. „Wir haben natürlich auch alle einen großen Gestaltungswillen und wollen hier weitermachen.“ Überparteilicher Ministerpräsident Zugleich bekräftigt sie den BSW-Vorschlag, auf einen überparteilichen Regierungschef zu setzen, im Falle schwieriger Mehrheitsverhältnisse im Landtag. „Wir haben von Anfang an gesagt, dass wir die Idee von dieser gesellschaftlichen Spaltung nicht sinnvoll finden und dass wir einen überpartei
lichen Ministerpräsidenten vorschlagen.“ In Sachsen-Anhalt wird am 6. September ein neuer Landtag gewählt. Der Chemnitzer Politikwissenschaftler Benjamin Höhne sieht durchaus noch Chancen, dass dem BSW der Einzug in den Landtag gelingen kann. „Das BSW war bei der letzten Bundestagswahl in Sachsen-Anhalt am stärksten“, gibt er zu bedenken. Für das BSW gehe es im Wahlkampf in Sachsen-Anhalt vor allem darum, die eigenen Wählerinnen und Wähler zu mobilisieren „und niemanden auch nur ansatzweise auf den Gedanken zu bringen, mit einer anderen Partei zu liebäugeln“, sagte er. „Beim Unterschreiten der Fünf-Prozent-Hürde wäre der Überlebenskampf, in dem es sich befindet, wahrscheinlich verloren.“ BSW



