Digitale Verwaltung: Bayern zahlt rund 360 Millionen Euro an Microsoft Bayerns Verwaltung arbeitet meist mit Software des US-Giganten Microsoft. Das wirft nicht nur Fragen zur digitalen Souveränität auf. Neue Zahlen zeigen auch, wie viel Geld der Freistaat dafür ausgibt. Es sind durchaus beeindruckende Summen, die Bayern jedes Jahr an den US-Giganten Microsoft überweist: Alleine zwischen 2020 und 2025 hat der Freistaat hier mehr als 258 Millionen Euro für Produkte und -Dienstleistungen ausgegeben. Das geht aus einer Anfrage der SPD im Landtag hervor, die der Deutschen Presse-Agentur in München vorliegt. Zudem sind demnach im laufenden Doppelhaushalt 2026/27 weitere rund 102 Millionen Euro i
n verschiedenen Ressorts zur Überweisung an den US-Konzern vorgesehen. In Summe belaufen sich die Zahlungen aus Bayern damit in acht Jahren auf rund 360 Millionen Euro. Die Ausgaben der bayerischen Kommunen für Microsoft sind in der Auflistung nicht berücksichtigt. Besonders stark wachsen nach Angaben des Digitalministeriums die Ausgaben für Microsoft 365, das Miet-Abo für verschiedene Anwendungen und Cloud-Dienste. Sie haben sich zwischen 2020 und 2025 mehr als verdoppelt, von 8,8 auf 18,3 Millionen Euro jährlich. Von Brunn hat Bedenken wegen des Schutzes von Daten in den USA Der SPD -Abgeordnete Florian von Brunn sieht die Microsoft-Nutzung in der Staatsregierung kritisch: „Bayerns Verwalt
ung verlagert damit immer mehr Arbeit in die Cloud eines US-Konzerns - denn es gibt kein Microsoft 365 ohne Anbindung nach Redmond.“ Das sei hochriskant mit Blick auf die US-Regierung von Donald Trump und den sogenannten Cloud-Act. In Redmond ist der Hauptsitz von Microsoft. Der Cloud Act ist ein US-Gesetz, das US-Behörden seit 2018 den Zugriff auf Daten von US-Firmen erlaubt. „360 Millionen Euro für Microsoft in acht Jahren, alleine über hundert Millionen in den nächsten zwei - und ein kleiner Modellversuch in einem Ministerium. Dabei muss Bayern bis März 2027 souveräne Alternativen bereitstellen“, betonte von Brunn. Aus seiner Sicht genüge besagter Modellversuch im Digitalministerium nicht



